Im Stadtteil Oberbeuren traten bei Starkregenereignissen immer wieder Überflutungen durch Gräben, Bäche und der örtlichen Bachverrohrung auf. Das führte zu Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur.
Bereits Anfang der 1980er-Jahre wurden in einer Hochwasserstudie des Wasserwirtschaftsamtes Kempten für den Stadtteil Oberbeuren Hochwassergefahren aus dem Einzugsgebiet des Zeisenbaches und des Grundbaches beschrieben. Historisch bedingt münden Grund- und Zeisenbach beim Eintritt nach Oberbeuren in die Kanäle der bestehenden Ortsentwässerung. Schon damals wurde in der Studie beschrieben, dass die Leistungsfähigkeit der bestehenden Bachverrohrungen nicht ausreicht, um größere Hochwasser schadlos abzuführen. Anschließende Berechnungen untermauerten den Handlungsbedarf für einen umfassenden Hochwasserschutz für Oberbeuren. Daher begann die Stadt, Maßnahmen zum Hochwasserschutz von bebauten Gebieten in Oberbeuren zu planen, um hochwasserbedingte Gefahren und Schäden südlich und westlich Oberbeurens zu verhindern.
Als Ergebnis der Planungen ergaben sich Kombinationen aus einer Hochwasserrückhaltung und einem Gewässerausbau.